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#16 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 05.10.2019 14:53

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Heute werde ich testen....welche meiner stärksten Waffen...eine Ravi,-/grosse

GemüseDose .....mit Wasser gefüllt.....auf 10 M zweiwandig durchlocht....


6 JouleWaffen schaffen dies definitiv nicht.


Verwenden werde ich wieder ZinnGeschosse und die Hornet.

Die Dose stelle ich entweder in einen 3L GefrierBeutel oder eine Unterschale von

HähnchenBollen......damit alles schön trocken bleibt.

#17 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Heiko-WDA 05.10.2019 15:28

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wenn du schon dabei bist, wäre es sicher für viele interessant auch mal normale blei geschosse darauf zu testen. nicht jeder hat immer gleich so "exotische" diabolos zur hand.

#18 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 05.10.2019 15:35

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Zitat von Heiko-WDA im Beitrag #17
wenn du schon dabei bist, wäre es sicher für viele interessant auch mal normale blei geschosse darauf zu testen. nicht jeder hat immer gleich so "exotische" diabolos zur hand.



Hinsichtlich Blei geht im Bereich Durchschlag leider nur sehr wenig bis gar nichts.


Jegliche BleifreiDias sind für mich nicht exotisch.....da ich diese schon seit vielen

Jahren nutze.....angefangen hat es mit den RWS Hypermax Zinn....dann kamen die

H&N FTT Green und die bekannte DosenKiller wie Skenco Orange Stinger.


Die besten Glas,- und PorzellanZerstörer sind und bleiben bisher die Gamo Rocket....

...welche dazu in vielen Waffen höchste Präzision generieren.

#19 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 15.10.2019 11:49

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Verblüffende ZinnDias.....

Gestern hatte ich Lust auf Durchschlag.....nahm eine 7,4 Joule Airmagnum und schoss auf

zwei grosse HufuDosen....mit den H&N FTT Green Zinn....auf 12 M...


Die Dias gingen doppelwandig....mit einer kleinen Delle in der 3ten Wand.


Dann probierte ich dies mit meiner Mercury LP25 ST......die wohl recht schwach im Vergleich zu den

Mercury der hiesigen WPU-User ist....nämlich nur mit 6,4 Joule.


Schon bei anderen Tests hatte ich aber gemerkt....dass die ZinnDias in der Mercury recht gut

laufen.

Die LP25 habe ich dann gestern auch mit den Green bestückt...und auf die HufuDosen

abgefeuert.


Erstaunlich....obwohl die LP25 viel schwächer als die Airmagnum ist.....so um 1 Joule.....erreichte

sie das identische Ergebnis wie die AM......sie durchschlug ebenfalls die Dosen doppelwandig....mit

einer Delle in der 3ten Wand.


Mir scheint so.....dass die Performance einer Waffe nicht unbedingt nur von ihrer Energie abhängt.....sondern

auch inwieweit sie die jeweiligen Dias positiv verarbeitet.

#20 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 15.10.2019 16:37

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Zitat von Zteamgreen im Beitrag #19
Mir scheint so.....dass die Performance einer Waffe nicht unbedingt nur von ihrer Energie abhängt.....sondern auch inwieweit sie die jeweiligen Dias positiv verarbeitet.

Was soll an den Dias denn anders sein, als die Geschwindigkeit/Energie?
Ich denke, dass in dem Fall nur rein zufällig 6,4 als auch 7,4 Joule genau in dem Bereich lagen, in dem zweiwandig, aber nicht mehr dreiwandig gelocht wird.

#21 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 15.10.2019 16:51

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Zitat von Tarkus the Maverick im Beitrag #20
Zitat von Zteamgreen im Beitrag #19
Mir scheint so.....dass die Performance einer Waffe nicht unbedingt nur von ihrer Energie abhängt.....sondern auch inwieweit sie die jeweiligen Dias positiv verarbeitet.

Was soll an den Dias denn anders sein, als die Geschwindigkeit/Energie?
Ich denke, dass in dem Fall nur rein zufällig 6,4 als auch 7,4 Joule genau in dem Bereich lagen, in dem zweiwandig, aber nicht mehr dreiwandig gelocht wird.




Villt. noch zur Ergänzung dieser Thematik :

Meine Beeman QB78 ....ebenfalls gemessen mit 6,4 Joule.... schafft auf 12 M nicht

den doppelwandigen Durchschlag einer grossen Hufu-Dose mit den H&N FTT Green.


Vermutlich haben versch. Läufe ....eine unterschiedliche BremsWirkung auf Dias.....als

andere Läufe.....

#22 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 15.10.2019 21:37

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Zitat von Zteamgreen im Beitrag #21
Vermutlich haben versch. Läufe ....eine unterschiedliche BremsWirkung auf Dias.....als andere Läufe.....

Klar können unterschiedliche Läufe unterschiedlich viel Reibung bewirken. Es kommt bei der Reibung halt auf die Kombination von Lauf und Geschoss an. Zwei Waffen, die mit einer bestimmten Diabolo-Sorte dieselbe Mündungsenergie produzieren, müssen das nicht zwangsläufig auch bei einer anderen Sorte tun.

#23 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 16.10.2019 10:57

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Zitat von Tarkus the Maverick im Beitrag #22
Zwei Waffen, die mit einer bestimmten Diabolo-Sorte dieselbe Mündungsenergie produzieren, müssen das nicht zwangsläufig auch bei einer anderen Sorte tun.



Dies würde als Schlussfolgerung ja bedeuten...dass man mit bestimmten Geschossen

die Minderleistung einer Waffe....mit bestimmten Diasorten insoweit kompensieren könnte....als

die "schwache" Waffe genau die identische Performance einer "starken" Waffe bekommt.


Dh. ....dass eine 6,4 JouleWaffe identische Durchschlagwerte einer 7,4 JouleWaffe generiert.

#24 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 16.10.2019 12:27

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Na ja, es werden sicherlich keine Welten zwischen den Ergebnissen liegen. Fakt ist allerdings, dass eine Waffe keine ihr eigene konstante Mündungsenergie produziert, sondern dass an der Mündung das übrig bleibt, was nicht innerhalb der Waffe auf der Strecke bleibt. Und das kann halt von Geschoss-Sorte zu Geschoss-Sorte unterschiedlich sein. Und je nach Innendurchmesser, Oberflächen-Eigenschaften, Drallwinkel, sowie Anzahl, Breite und Tiefe der Züge können auch unterschiedliche Läufe mehr oder eben weniger Energie schlucken.

#25 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 16.10.2019 13:08

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Vermutlich tritt dieses Phänomen nur bei dem Gebrauch von ZinnDias auf.


Es muss etwas mit ihrer hohen Geschwindikeit zu tun haben.....die sie in versch. Waffen

entwickeln.


Nimmt man die JSB Express.....misst man im NormalFall in einer LangWaffe 7,5 J bei

einer Geschwindigkeit von ca. 165 m/sec.


In derselben Waffen misst man mit den H&N FTT Green Zinn 6,5 Joule ...aber

ca. 185 m/sec.......teilweise auch mehr.

#26 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 16.10.2019 14:20

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Zitat von Zteamgreen im Beitrag #25
Vermutlich tritt dieses Phänomen nur bei dem Gebrauch von ZinnDias auf.

Ja, und das ist auch nachvollziehbar. Die Waffen sind ja im Grunde für Diabolos aus Blei konzipiert. Die Reibungsunterschiede verschiedener Blei-Diabolos wirken sich wohl nicht gravierend auf die Mündungsenergie aus. Je nach Masse (Gewicht) ergeben sich halt nur andere Geschwindigkeiten.

Andere Werkstoffe, wie Zinn, Kunststoff oder auch Ummantelungen z. B. aus Kupfer können dagegen in Härte und Reibungsfaktor so stark von Blei-Diabolos abweichen, dass sich deutliche Unterschiede im Energieverlust ergeben und somit auch in der verbleibenden Mündungsenergie.

#27 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Zteamgreen 16.10.2019 14:57

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Zitat von Tarkus the Maverick im Beitrag #26
Andere Werkstoffe, wie Zinn, Kunststoff oder auch Ummantelungen z. B. aus Kupfer können dagegen in Härte und Reibungsfaktor so stark von Blei-Diabolos abweichen, dass sich deutliche Unterschiede im Energieverlust ergeben und somit auch in der verbleibenden Mündungsenergie.




Handelt es sich tatsächlich um Energieverlust.....wenn bei ZinnDias zwar die JouleZahl

geringer ist ....im Vergleich zu BleiDias.....aber die Geschwindigkeit enorm höher ausfällt ?


Bei ZinnDias müsste die ballistische Kurve viel flacher ausfallen.....im Verhältnis zu BleiDias.

Könnte man daraus folgern .....das deswegen ZinnDias präziser wären als BleiDias.. ?

#28 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 17.10.2019 09:26

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Zitat von Zteamgreen im Beitrag #27
Handelt es sich tatsächlich um Energieverlust.....wenn bei ZinnDias zwar die JouleZahl geringer ist ....im Vergleich zu BleiDias.....aber die Geschwindigkeit enorm höher ausfällt ?

Die kinetische Energie beim Flug des Geschosses ist simple Physik. Je schwerer ein Geschoss, desto langsamer, und umgekehrt. Wenn bei Zinngeschossen wegen der höheren Verluste innerhalb der Waffe an der Mündung weniger Energie als bei Bleigeschossen ankommt, dann muss nicht zwangsläufig auch die Geschwindigkeit niedriger sein.

Beispiel: Blei 0,45 Gramm mit 7,5 Joule und Zinn 0,35 Gramm und 7,0 Joule:
v = √ (2 E / m)
Blei: v = √ (2 * 7,5 J / 0,00045 kg) = 182,6 m/s
Zinn: v = √ (2 * 7,0 J / 0,00035 kg) = 200 m/s

Zitat von Zteamgreen im Beitrag #27
Bei ZinnDias müsste die ballistische Kurve viel flacher ausfallen.....im Verhältnis zu BleiDias.
Könnte man daraus folgern .....das deswegen ZinnDias präziser wären als BleiDias.. ?

Jein. Leichtere Geschosse sind zwar anfangs schneller und somit auch präziser (zumindest bei ansonsten gleichen aeorodynamischen Eigenschaften), aber wegen der geringeren Massenträgheit werden sie von der Luft stärker abgebremst, so dass sie ab einer bestimmten Distanz langsamer als schwere Geschosse werden. Extrembeispiel sind Reinigungspfropfen. Die müssten anfangs zwar enorm schnell sein, werden aber derart stark abgebremst, dass der Geschwindigkeitsvorteil schon extrem schnell aufgezehrt ist.

#29 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Prepper-Roccy 17.10.2019 10:25

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Die Fragen, die Ihr hier erörtert, sind zu ungenau:
Was ist z.B. mit "präzise" gemeint? Langsame Geschosse müssen nicht weniger "präzise" sein als schnelle. Das Gegenteil kann der Fall sein. Sportschützen verbessern sogar ihre "Präzision" durch sogenannte "Schlappladungen", also Ladungen, die es gerade so schaffen, daß es das Geschoss (übertrieben gesagt) bis ins Ziel schafft. Da braucht man dann natürlich eine ordentlich steile Flugkurve, um die Distanz zu schaffen. Aber der "Präzision" tut das keinen Abbruch.
Jedoch ein sehr schnelles Geschoss hat unter Umständen starke Turbulenzen am "Arsch" aufgrund der verwirbelten schnell vorbeischiessenden Antriebsgase nach Verlassen der Mündung, was eine gewisse Zeit des Taumelns bewirkt. Und, und, und...
Ballistik (egal welche, ob Innen-, Außen- oder Zielballistik) in Medien (egal welche, ob Luft, Wasser oder Gelatine) ist nie einfach, da dies immer zumindest ein strömungsmechnisches Problem ist. Und Strömungsmechanik ist hochgradig nichtlinear und meistens nur mit numerischen Näherungsverfahren zu "lösen". Nur unter idealen Randbedingungen, kann man die Berechnungen stark vereinfachen. Was uns aber meist nicht weiterbringt, da die nicht idealen Bedingungen der Realität so großen Einfluß haben, daß unsere einfache Rechnung nicht mal mehr ansatzweise stimmt.

Fazit: es macht keinen Sinn, solche komplexen Frage, wie sie Norbert stellt, hier im Forum mit einfachen Formeln zu beantworten.

#30 RE: Experimente mit Freien Waffen. von Tarkus the Maverick 17.10.2019 13:12

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Zitat von Prepper-Roccy im Beitrag #29
Was ist z.B. mit "präzise" gemeint? Langsame Geschosse müssen nicht weniger "präzise" sein als schnelle. Das Gegenteil kann der Fall sein.

Was die Präzision betrifft, ist natürlich nicht nur die Flugbahn selber entscheidend, sondern auch, ob zum Beispiel das Geschoss den Lauf tatsächlich in Achsrichtung verlässt, oder mehr oder weniger stark davon abgelenkt wird. Negative Einflüsse von "hohen" Geschwindigkeiten kann man aber ab dann bei frei verkäuflichen Kaltgaswaffen (weil unterhalb der Schallgeschwindigkeit) wohl praktisch ausschließen. Der Vorteil hoher Geschwindigkeit kann sich allerdings bei Seitenwind bemerkbar machen, denn je schneller ein Geschoss am Ziel ankommt, desto geringer ist die Zeit, die es dem Seitenwind ausgesetzt ist. Aber auch da kann die geringere Massenträgheit und/oder ungünstige Geometrie je nach Distanz das Gegenteil bewirken.

Zitat von Prepper-Roccy im Beitrag #29
Fazit: es macht keinen Sinn, solche komplexen Frage, wie sie Norbert stellt, hier im Forum mit einfachen Formeln zu beantworten.

Was meine obigen Aussagen betrifft, hast du Recht. Aber bei den in meinem vorherigen Kommentar genannten Formeln geht es ja nur um die Abhängigkeit von Masse, Geschwindigkeit und (kinetischer) Energie, und diesbezüglich gibt es über das berechnete Ergebnis keinen Zweifel.